Tu wohl, Herr, deinem Knechte, SWV 218 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-06)  CPDL #59551: 
1661 Version: (MS) (OS)      
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-06).   {Score information: A4, 2 pages, 63 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-09-28)  CPDL #46517:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-09-28).   Score information: A4, 1 page, 34 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: Wie wird ein Jüngling gehen, SWV 218
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 119
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 119.2
  2nd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 120
Description: Psalm 119, pt 2 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 119.

German.png German text

Modernized spelling:

Gimel ג

9  Tu wohl, Herr, deinem Knechte,
Dass ich mög leben fort
Und halten schlecht und rechte
Dein seligmachend Wort,
Eröffne mir die Augen mein,
Zu schauen große Wunder
An dem Gesetze dein.

10  Ich bin ein Gast auf Erden,
Verbirg dich nicht vor mir,
Dein Gbot lass mir kund werden,
Dass ich wandle vor dir,
Nach deinen Rechten allezeit
Mein Seel so sehr verlanget,
Dass sie groß Schmerzen leidt.

11  Du schiltst die stolzen Geister,
Die dir gehorchen nicht,
Die dein Wort wollen meistern,
Trifft dein Fluch und Gericht,
Lass mich den Feinden nicht zum Spott,
Die mich schmähn und verachten,
Weil ich halt dein Gebot.

12  Es sitzen große Herren
Und redn mir übel nach,
Weil ich dein Zeugnis gerne
Erforsche Nacht und Tag,
Mein Herz sein Lust und Freude hat
An deinem lieben Worte,
Darmit geh ich zu Rat.

Daleth ד

13  Mein Seel ist sehr betrübet
Von wegen meiner Sünd,
Dein Wort reichen Trost gibet,
Dass ich Erquickung find,
Mein Missetat bekenn ich dir,
Du lässt dein Gnad drob walten,
Leitest mich für und für.

14  Lehr mich den Weg zum Leben,
Dein Gnad mich unterweis,
So will ich Zeugnis geben
Von deiner Wunder Preis,
Vor Gram mein Herz im Leib verschmacht,
Sei du mein Kraft und Stärke,
Wie du mir zugesagt.

15  Behüte mich vor Sünden,
Vor Irrtum mich bewahr,
Dein G'setz wollst du mir günnen,
Dein Wort lauter und klar,
Ich hab der Wahrheit Weg erwählt,
Zu halten deine Rechte
Hab ich mir vorgestellt

16  Mein Herz hängt steif und feste
An dem, was dein Wort lehrt,
Herr, tu bei mir das Beste,
Sonst ich zuschanden werd,
Wenn du mich leitest, treuer Gott,
So kann ich richtig laufen
Den Weg deiner Gebot.

He ה

17  Herr, in deim Wort mir zeige
Den Weg der Rechten dein,
Dass ich davon nicht weiche
Bis an das Ende mein,
In deim Gesetz mich unterweis,
Dass ich´s von Herzen halte,
Bewahr´s mit allem Fleiß.

18  Durch dein Gebot mich leite,
Führ mich auf rechtem Steg,
Denn es ist meine Freude,
Dass ich geh deinen Weg,
Neig mich zu deinem Zeugnis gar,
Vor Geiz und schnöder Sorge
Treulich mein Herz bewahr.

19  Wend ab mein Herz und Sinne
Von aller falschen Lehr,
Lass mich die Kraft empfinden
Deins Worts je längr je mehr,
Durch deinen Geist bekräftig mich,
Dass ich dein Wort fest halte,
Von Herzen fürchte dich.

20  Wend von mir Schand und Sünde,
Lass mich nicht fallen drein,
Wenn ich Gnad vor dir finde,
Gibts Trost dem Herzen mein,
Darum ich auch nichts mehr begehr,
Als dass du mir verzeihest
Mein Missetat so schwer.

German.png German text

Original spelling:

Gimel ג

9  Thu wohl HErr deinem Knechte/
Daß ich mög leben fort :/:
Und halten ſchlecht und rechte
Dein ſeligmachend Wort/
Eröffne mir die Augen mein/
Zu ſchauen groſſe Wunder
An dem Geſetze dein.

10  Ich bin ein Gaſt auff Erden/
Verbirg dich nicht für mir :/:
Dein Gbot las mir kund werden/
Daß ich wandle für dir/
Nach deinen Rechten allezeit
Mein Seel ſo ſehr verlanget/
Daß ſie groß Schmertzen leidt.

11  Du ſchiltſt die ſtolzen Geiſter/
Die dir gehorchen nicht :/:
Die dein Wort wollen meiſtern/
Trifft dein Fluch und Gericht/
Las mich den Feinden nicht zum Spott/
Die mich ſcheähn und verachten/
Weil ich halt dein Gebot.

12  Es ſitzen groſſe Herren
Und redn mir ubel nach :/:
Weil ich dein Zeugnis gerne
Erforſche Nacht und Tag/
Mein Hertz ſein Luſt und Frewde hat
An deinem lieben Worte/
Darmit geh ich zu Rath.

Daleth ד

13  Mein Seel iſt ſehr betrübet
Von wegen meiner Sünd :/:
Dein Wort reichen Troſt giebet/
Daß ich Erquickung find/
Mein Miſſethat bekenn ich dir/
Du leßt dein Gnad drob walten/
Leiteſt mich für und für.

14  Lehr mich den Weg zum Leben/
Dein Gnad mich unterweiß :/:
So wil ich Zeugnis geben
Von deiner Wunder Preiß/
Für Gram mein Hertz im Leib verſchmacht/
Sey du mein Krafft und Stärcke/
Wie du mir zugeſagt.

15  Behüte mich für Sünden/
Für Irrthumb mich bewar :/:
Dein Gſetz wollſtu mir günnen/
Dein Wort lauter und klar/
Ich hab der Wahrheit Weg erwehlt/
Zu halten deine Rechte
Hab ich mir fürgeſtellt

16  Mein Hertz hengt ſteiff und feſte
An dem/ was dein Wort lehrt :/:
HErr thu bey mir das Beſte/
Sonſt ich zuſchanden werd/
Wenn du mich leiteſt/ trewer Gott/
So kann ich richtig lauffen
Den Weg deiner Gebot.

He ה

17  HErr/ in deim Wort mir zeige
Den Weg der Rechten dein :/:
Daß ich darvon nicht weiche
Biß an daß Ende mein/
In deim Geſetz mich unterweiß/
Daß ichs von Hertzen halte/
Bewahrs mit allem Fleiß.

18  Durch dein Gebot mich leite/
Führ mich auff rechtem Steg :/:
Denn es iſt meine Frewde/
Daß ich geh deinen Weg/
Neig mich zu deinem Zeugnis gar/
Für Geitz und ſchnöder Sorge
Trewlich mein Hertz bewahr.

19  Wend ab mein Hertz und Sinne
Von aller falſchen Lehr :/:
Las mich die Krafft empfinden
Deins Worts je lengr je mehr/
Durch deinen Geiſt bekrefftig mich/
Daß ich dein Wort feſt halte/
Von Hertzen fürchte dich.

20  Wend von mir Schand und Sünde/
Las mich nicht fallen drein :/:
Wenn ich Gnad für dir finde/
Giebts Troſt dem Hertzen mein/
Darumb ich auch nichts mehr beger/
Als daß du mir verzeiheſt
Mein Miſſethat ſo ſchwer.

German.png German text

Text provided by the Blankenburg edition:
9  Tu wohl, Herr, deinem Knechte, daß ich mög leben fort
und halten schlecht und rechte dein seligmachend Wort,
eröffne mir die Augen mein, zu schauen große Wunder
an dem Gesetze dein.

10  Ich bin ein Gast auf Erden verbirg dich nicht vor mir,
dein G'bot laß mir kund Werden, daß ich wandle vor dir.
Nach deinen Rechten allezeit mein Seel so sehr verlanget,
daß sie groß Schmerzen leid't.

13  Mein Seel ist sehr betrübet von wegen meiner Sünd,
dein Wort reichen Trost gibet, daß ich Erquickung find't;
mein Missetat bekenn ich dir, du läßt dein Gnad drob walten,
leitest mich fur und für.

14  Lehr mich den Weg zum Leben, dein Gnad mich unterweis,
so will ich Zeugnis geben von deiner Wunder Preis.
Vor Gram mein Herz im Leib verschmacht, sei du mein Kraft und Stärke,
wie du mir zugesagt.

15  Behüte mich vor Sünden, vor Irrtum mich bewahr,
dein G'setz wollst du mir künden, dein Wort lauter und klar.
Ich hab der Wahrheit Weg erwählt, zu halten deine Rechte
hab ich mir vorgestellt.

20  Wend ab mein Herz und Sinne von aller falschen Lehr,
laß mich die Kraft empfinden deins Worts je lang'r je mehr,
durch deinen Geist bekräftig mich, daß ich dein Wort fest halte,
von Herzen fürchte dich.