Von bösen Menschen rette mich, SWV 245 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-13)  CPDL #59737: 
1628 Version: (MS) (OS)   Score information: A4, 2 pages, 55 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 62 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-13).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-10-05)  CPDL #46612:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-10-05).   Score information: A4, 1 page, 32 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the edition on IMSLP.

General Information

Title: Von bösen Menschen rette mich, SWV 245
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 140
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 140
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 144
Description: Psalm 140 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 140.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Von bösen Menschen rette mich,
O Gott, mein treuer Herre,
Behüte mich ja gnädiglich,
Der Feinde Frevel wehre,
Sie denken Args in ihrem Sinn
Und gehn mit eitel Listen um,
Krieg wollen sie erregen.

2  Kein Schlangenstich so sehr verwundt,
Als ihre Zung gewetzet,
Otterngift ist in ihrem Mund,
Das gar tödlich verletzet,
Bewahr mich, Herr, durch deine Güt,
Vor ihrem Frevel mich behüt,
Gib mich nicht ihren Händen.

3  Sie gehn drauf um mit List und Tück,
Wolln mich zu Boden fällen,
Sie legen Netz und fährlich Strick,
Heimlich mir nachzustellen,
Sie breiten Fallstrick an den Weg,
Wann ich darin gefangen läg,
Wär's ihres Herzens Freude.

4  Ich sprech zu dir: Du bist mein Gott,
Vernimm mein Bitt und Flehen!
Herr, Herr, mein starke Hilf in Not,
Du wirst ja bei mir stehen
Und nicht abweichen zu der Zeit,
Wenn wider mich sich hebt der Streit,
Du wirst mein Haupt beschirmen.


 

5  Herr, lass doch nicht die böse Rott
Ihren Mut an mir kühlen,
Nicht stärke sie, gerechter Gott,
In ihrem freveln Willen,
Sonst würden sie erheben sich,
Mit Trutz solchs rühmen prächtiglich,
Das ihnen wär gelungen.

6  Das Unglück, das sie mir gedacht,
Auf ihren Kopf muss fallen,
Ihr Anschlag werd zunicht gemacht,
Schütt auf sie Feuerstrahlen,
Blitz, Donner schlag sie in die Erd,
Damit die Rott getilget werd
Und nimmermehr aufstehe.

7  Ein Maul, das Unglück richtet an,
Wird kein Glück habn auf Erden,
Ein Mensch, der nichts denn freveln kann,
Der muss gestürzet werden.
Gott macht des Armen Sache gut,
Dem Elenden hilft er zum Recht,
Das weiß ich gwiss fürwahre.

8  Dafür werden dir dankbar sein
Die Gerechten ingemeine
Und rühmen stets den Namen dein,
Dem Ehr gebührt alleine.
Die Frommen werden allezeit,
Zu deinem Lob und Dienst bereit
Vor deinem Antlitz bleiben.

German.png German text

Original spelling:
1  Von böſen Menſchen rette mich/
O Gott/ mein treuer Herre/
Behüte mich ja gnädiglich/
Der Feinde Frevel wehre/
Sie dencken Args in ihrem Sinn
Und gehn mit eitel Lüſten umb/
Krieg wollen ſie erregen.

2  Kein Schlangenſtich ſo ſehr verwundt/
Als ihre Zung gewetzet/
Otterngieft iſt in ihrem Mund/
Das gar tödtlich verletzet/
Bewar mich/ HErr/ durch deine Güt/
Für ihrem Frevel mich behüt/
Gib mich nicht ihren Händen.

3  Sie gehn drauff umb mit Liſt und Tück/
Wolln mich zu Boden fellen/
Sie legen Netz und fehrlich Strick/
Heimlich mir nachzuſtellen/
Sie breiten Fallſtrick an den Weg/
Wann ich darin gefangen leg/
Wers ihres Hertzen Freude.

4  Ich ſprech zu dir: Du biſt mein Gott/
Vernim mein Bitt und Flehen!
HErr/ HErr/ mein ſtarcke Hülff in Noth/
Du wirſt ja bey mir ſtehen
Und nicht abweichen zu der Zeit/
Wenn wieder mich ſich hebt der Streit/
Du wirſt mein Häubt beſchirmen.


 

5  HErr las doch nicht die böſe Rott
Ihren Muth an mir külen/
Nicht ſterke ſie/ gerechter Gott/
In ihrem freveln Willen/
Sonſt würden ſie erheben ſich/
Mit Trutz ſolchs rühmen prechtiglich/
Das ihnen wer gelungen.

6  Das Unglück/ das ſie mir gedacht/
Auff ihren Kopff muß fallen/
Ihr Anſchlag werd zunicht gemacht/
Schütt auff ſie Fewerſtralen/
Blitz/ Donner ſchlag ſie in die Erd/
Damit die Rott getilget werd
Und nimmermehr auffſtehe.

7  Ein Maul/ das Unglück richtet an/
Wird kein Glück habn auff Erden/
Ein Menſch/ der nichts denn freveln kan/
Der muß geſtürtzet werden.
Gott macht des Armen Sache gut/
Dem Elenden hilfft er zum Recht/
Das weis ich gwiß fürware.

8  Dafür werden dir danckbar ſein
Die Gerechten ingemeine
Und rühmen ſtets den Namen dein/
Dem Ehr gebürt alleine.
Die Frommen werden allezeit/
Zu deinem Lob und Dienſt bereit
Für deinem Antlitz bleiben.