Lobt Gott von Herzensgrunde, SWV 240 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-03)  CPDL #59502: 
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 66 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 72 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-03).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-10-03)  CPDL #46593:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-10-03).   Score information: A4, 1 page, 35 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: Lob Gott von Herzengrunde, SWV 240
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 135
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 135
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 139
Description: Psalm 135 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 135.

German.png German text

Modernized spellling:
1  Lobt Gott von Herzengrunde
All, die ihr seine Knechte seid,
Preist ihn zu allen Stunden,
Und steht in seinem Dienst bereit,
Im Hause unsers Herren,
In heiliger Gemein
Sollt ihr sein Ruhm vermehren,
Lobsingn dem Namen sein,
Sehr freundlich ist der Herre,
Lobt ihn mit reichem Schall,
Voll Lieblichkeit und Ehre
Ist sein Reich überall.

2 . Der Herr hat ihm erwählet
Das Haus Jakob zum Eigentum,
Ihm Israel gefället,
Hie ist seins Namens Ehr und Ruhm,
Ich weiß, Gott ist der Höchste,
Und ist seinsgleichen nicht,
Dazu der allerbeste,
Mein einig Zuversicht,
Man wird sonst keinen finden
Unter den Göttern all,
Der sich Gott gleichen könnte,
Er herrschet überall.

3  Im Himmel und auf Erden
Tut er frei alles, was er will,
Auf sein'n Befehl muss werden
Das Meer und tiefe Wasser still,
Die Erd muss Dünste geben,
Die zwingt Gott in die Höh,
Dass Wolken über uns schweben,
Die geben Regn und Schnee,
Lässt auch den Blitz draus gehen,
Den Ort allein er findt,
Daher der Wind entstehet
Und fährt durchs Land geschwind.

4  In der Ägypter Lande
Erschlug Gott alle Erstgeburt
An Mensch und Vieh zuhanden,
Keines der Zeit verschonet wurd,
Sein Wunder groß und Zeichen
Tät er am selben Ort,
Sie wollten gar nicht weichen,
Noch folgen seinem Wort,
Nach Gott wollt gar nichts fragen
Dasselbe bös Geschlecht,
Drum Gott so schrecklich plagte
Den Kön´g und seine Knecht.


 

5  Die Völker Gott verjagte
Und schlug die mächtgen König tot,
Ihr Herz war ganz verzaget,
Weil sie bezwang der starke Gott,
Der Amoriter König
Sihon musst bleiben tot,
Ihr Macht die war zu wenig,
Sie kam´n in große Not,
Die Völker allzugleiche
Traf hart das Ungefäll,
Gott gab das Land so reiche
Zum Erbteil Israel.

6  Herr Gott, dein werter Name
Bleibet in alle Ewigkeit,
Wo dein Volk kommt zusammen,
Hälts dein Gedächtnis alle Zeit,
Du, Herr, wirst selber richten
Dein Volk und liebe Gmein,
Auch alle Ding wohl schlichten,
Ihr Schutzherr wirst du sein,
Auch wird die Gnade walten
Über die Knechte dein,
Die deinen Bund stets halten
Und dir gehorsam sein.

7  Der Heiden stumme Götzen
Von Gold und Silber sind bereit,
Darauf ihr Trauen setzen
Die elenden verblendten Leut,
Der Götzen Augn und Ohren,
Durch Menschen zugericht,
Können nicht sehn noch hören,
Ihr Mund kein Wort nicht spricht,
Sie können auch nicht schnieben,
Nichts besser sind die Leut,
Die solche machn und lieben,
Suchen da Trost in Leid.

8  Israels Haus soll geben
Dem Herren Lob mit Freud und Wonn,
Das Haus Levi daneben,
Auch die vom Hause Aaron,
Die Gott von Herzen lieben,
Sagen ihm Ehr und Preis,
Sein Lob wird stets getrieben
Nach seines Worts Geheiß,
Zu Zion wohnt der Herre,
Er wohnt in Gnaden da,
Drum gebt ihm Preis und Ehre,
Und singt Halleluja.

German.png German text

Original spelling:
1  Lobt Gott von Hertzen Grunde
All/ die ihr ſeine Knechte ſeyd :/:
Preiſt ihn zu allen Stunden/
Und ſteht in ſeinem Dienſt bereit/
Im Hauſe unſers HErren/
In heiliger Gemein
Solt ihr ſein Ruhm vermehren/
Lobſingn dem Namen ſein/
Sehr freundlich iſt der HErre/
Lobt ihn mit reichem Schall/
Voll Lieblichkeit und Ehre
Iſt ſein Reich uberall.

2  Der HERR hat ihm erwehlet
Das Hauß Jacob zum Eigenthumb :/:
Ihm Iſrael gefellet/
Hie iſt ſeins Namens Ehr und Ruhm/
Ich weis/ Gott iſt der Höchſte/
Und iſt ſeinsgleichen nicht/
Darzu der allerbeſte/
Mein einig Zuverſicht/
Man wird ſonſt keinen finden
Unter den Göttern all/
Der ſich Gott gleichen künnte/
Er herrſchet uberall.

3  Im Himmel und auff Erden
Thut er frey alles/ was er wil :/:
Auf ſeinn Befehl mus werden
Das Meer und tieffe Wäſſer ſtill/
Die Erd mus Dünſte geben/
Die zwingt GOtt in die Höh/
Das Wolcken ubr uns ſchweben/
Die geben Regn und Schnee/
Leſt auch den Blitz draus gehen/
Den Ort allein er findt/
Daher der Wind entſtehet
Und fehrt durchs Land geſchwind.

4  In der Egypter Lande
Erſchlug GOtt alle Erſtgeburt :/:
An Menſch und Vieh zuhanden/
Keines der Zeit verſchonet wurd/
Sein Wunder gros und Zeichen
Thet er am ſelben Ort/
Sie wolten gar nicht weichen/
Noch folgen ſeinem Wort/
Nach GOtt wolt gar nichts fragen
Daſſelbe böß Geſchlecht/
Drumb Gott ſo ſchrecklich plagte
Den Köng und ſeine Knecht.


 

5  Die Völcker GOtt verjagte/
Und ſchlug die mächtgen König tod :/:
Ihr Hertz war ganz verzaget/
Weil ſie bezwang der ſtarcke Gott/
Der Amoriter König
Sihon mußt bleiben todt/
Ihr Macht die war zu wenig/
Sie kamn in groſſe Noth/
Die Völcker allzugleiche
Traff hart das Ungefell/
Gott gab das Land ſo reiche
Zum Erbtheil Iſrael.

6  HERR Gott/ dein werther Name
Bleibet in alle Ewigkeit :/:
Wo dein Volck kömpt zuſammen/
Helts dein Gedechtniß alle Zeit/
Du HERR wirſt ſelber richten
Dein Volck und liebe Gmein/
Auch alle Ding wol ſchlichten/
Ihr Schutzherr wirſtu ſeyn/
Auch wird die Gnade walten
Uber die Knechte dein/
Die deinen Bund ſtets halten
Und dir gehorſam ſeyn.

7  Der Heyden ſtumme Götzen
Von Gold und Silber ſind bereit :/:
Darauff ihr Trawen ſetzen
Die elenden verblendten Leut/
Der Götzen Augn und Ohren/
Durch Menſchen zugericht/
Können nicht ſehn noch hören/
Ihr Mund kein Wort nicht ſpricht/
Sie können auch nicht ſchnieben/
Nichts beſſer ſind die Leut/
Die ſolche machn und lieben/
Suchen da Troſt in Leid.

8  Iſraels Hauß ſol geben
Dem HErren Lob mit Frewd und Wonn :/:
Das Hauß Levi darneben/
Auch die vom Hauſe Aaron/
Die Gott von Hertzen lieben/
Sagen ihm Ehr und Preyß/
Sein Lob wird ſtets getrieben
Nach ſeines Worts Geheiß/
Zu Zion wohnt der HErre/
Er wohnt in Gnaden da/
Drumb gebt ihm Preys und Ehre/
Und ſingt Halleluja.