Wachet und betet (Johann Friedrich Fasch)

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Editor: Klaas Spijker (submitted 2020-05-10).   Score information: A4, 35 pages, 1.21 MB   Copyright: CC BY NC ND
Edition notes: Parts available at request.

General Information

Title: Wachet und betet
Composer: Johann Friedrich Fasch
Lyricist: Christian Gotthilf Jacobi (?)create page

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredCantata

Language: German
Instruments: Orchestra

First published: after 1735

Description: 2-part Cantata for Fifth Sunday after Epiphany

External websites: Autograph manuscript score in Staatsbibliothek Berlin [1]

Original text and translations

German.png German text

1. Dictum (T, 2 ob, str)
Wachet und betet, das ihr nicht in Anfechtung fallet,
der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

2. Akkomp (S, A)
Ach Gott, wie gross ist Satans List!
Er suchet uns zum Bösen anzureizen,
Und uns zu sichten, wie den Weizen.
Doch wenn ihm dis sogleich nicht möglich ist;
so macht er, das wir sicher werden,
Und schläffert uns allmählich ein.
Ist dieses nun geschehen,
Denn fängt er an sein Unkraut auszusäen,
Und dieses bringt der Seelen viel Beschwerden.
Getreuer GOtt! Hilff, das wir wachsam seyn,
Damit der Feind uns nicht betrüge,
Und sich, nachdem er uns bethört,
An unserm Fall vergnüge.
Hat aber uns dein Geist bekehrt;
so lass uns kämpffen, wachen, beten,
Damit wir stets zu deinem Dienst bereit,
Es möcht uns sonst die böse Zeit
Ganz unverhofft betreten.

3. Aria, da Capo (A)
Das listige Schleichen der höllischen Schlange
Macht Christen nicht bange,
so lange dieselben mit Christo vereint.
Zum Beten und Wachen
Kan Israels Wächter recht tüchtig sie machen,
Ist dieser ihr Freund;
so weichet der Kummer so fliehet der Feind.

4. Choral (Tutti)
Vertreib den schweren schlaff, Herr Christ
das uns nicht schad des Feindes List,
das Fleisch in Züchten reine sey,
so sind wir aller Sorgen frey.

5. Chor-Aria (Tutti)
Diene Gott vor allen,
sonst läst er dich fallen,
Las dich ja nicht sicher machen,
Christen müssen wachen.

6. Akkomp (T. B)
Offt lässt der Geist sich willig finden
doch ach!
Das Fleisch ist gar zu schwach
Drum hält es schwer mit Gott sich zu verbinden:
Wir müssen aber doch nicht ruhn,
indem ein Christ, der stille stehet,
im Guten wieder rückwärts gehet.
So wird derr Herr an uns gantz überschwänglich thun
und vor des Satans list und Wüten
die ihn getreun, behüten.
Doch Wehe! den verlohrnen Schaaffen,
die in ihr sicherheit so blind
und leider! eingeschlaffen sind,
sie dencken nicht an Gottes Straffen,
und ändern nicht des bösen LebensLauff
Der gute Saame wird ersticket
das Unkraut aber geht in ihren Hertzen auff
und Satanas hält sie bestricket.
Gott aber wird sein Urtheil schärffen
und zu der Erndte-Zeit,
wenn sich das Lamm mit seiner Braut erfreut,
Die Bösen in das Feuer werffen.

7. Aria, da Capo (B)
Ihr Sünder, seht doch was ihr machet,
schlagt in euch und wachet,
das Ende kommt, es kommt gewis
Ach! werde doch ein guter Weitzen,
lass't euch die Welt nicht ferner reitzen,
verlas't das Reich der Finsternis
da capo

8. Choral (Tutti)
Wach auff! o Mensch vom Sünden-Schlaff,
ermuntre dich, verlohrnes Schaff
und bessre bald dein Leben,
mach auf! Es ist doch hohe Zeit,
es kommt heran die Ewigkeit,
dir deinen Lohn zu geben,
vielleicht ist heut der letze Tag,
wer weiss noch, wie man sterben mag?