An Wasserflüssen Babylon, SWV 242 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-12)  CPDL #59711: 
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 69 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 72 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-12).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-10-05)  CPDL #46607:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-10-05).   Score information: A4, 1 page, 36 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: An Wasserflüssen Babylon, SWV 242
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Wolfgang Dachstein

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 137
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 137
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 141
Description: Psalm 137 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at An Wasserflüssen Babylon. , a versification of Psalm 137

German.png German text

Modernized spelling:
1  An Wasserflüssen Babylon
Da saßen wir mit Schmerzen,
Als wir gedachten an Zion,
Da weinten wir von Herzen,
Wir hingen auf mit schwerem Mut
Die Harfen und die Orgeln gut
An ihre Bäum der Weiden,
Die drinnen sind in ihrem Land,
Da mußten wir viel Schmach und Schand
Täglich von ihnen leiden.

2  Die uns gefangen hielten lang
So hart an selben Orten,
Begehrten von uns ein Gesang
Mit gar spöttlichen Worten
Und suchten in der Traurigkeit
Ein'n fröhlichn Gsang in unserm Leid,
Ach lieber tut uns singen
Ein'n Lobgesang, ein Liedlein schon
Von den Gedichten aus Zion,
Das fröhlich tut erklingen.

3  Wie sollen wir in solchem Zwang
Und Elend, jetzt vorhanden,
Dem Herren singen ein Gesang,
Sogar in fremden Landen?
Jerusalem vergess ich dein,
So wolle Gott, der Grechte, mein
Vergessen in meim Leben,
Wenn ich nicht dein bleib eingedenk,
Mein Zung sich oben ane häng
Und bleib am Rachen kleben.

4  Ja, wenn ich nicht mit ganzem Fleiß,
Jerusalem, dich ehre,
Im Anfang meiner Freuden Preis,
Von jetzt und immermehre,
Gedenk der Kinder Edom sehr
Am Tag Jerusalem, o Herr,
Die in der Bosheit sprechen:
Reiß ab, reiß ab zu aller Stund,
Vertilg sie gar bis auf den Grund,
Den Boden wolln wir brechen.

5  Die schnöde Tochter Babylon,
Zerbrochen und zerstöret,
Wohl dem, der dir wird gebn den Lohn
Und dir das wiederkehret,
Dein Übermut und Schalkheit groß,
Und misst dir auch mit solchem Maß,
Wie du uns hast gemessen,
Wohl dem, der deine Kinder klein
Erfasst und schlägt sie an ein Stein,
Damit dein werd vergessen.

German.png German text

Original spelling:
1  An Waſſerflüſſen Babylon
Da ſaſſen wir mit Schmertzen/
Als wir gedachten an Zion/
Da weinten wir von Hertzen/
Wir hingen auf mit ſchwerem Muth
Die Harffen und die Orgeln gut
An ihre Bäum der Weiden/
Die drinnen ſind in ihrem Land/
Da muſten wir viel Schmach und Schand
Täglich von ihnen leiden.

2  Die uns gefangen hilten lang
So hart an ſelben Orten/
Begerten von uns ein Geſang
Mit gar ſpöttlichen Worten
Und ſuchten in der Trawrigkeit
Einn fröhlichn Gſang in unſerm Leid/
Ach lieber thut unß ſingen
Einn Lobgeſang/ ein Liedlein ſchon
Von den Gedichten aus Zion/
Das fröhlich thut erklingen.

3  Wie ſollen wir in ſolchem Zwang
Und Elend/ jetzt vorhanden/
Dem HErren ſingen ein Geſang/
Sogar in frembden Landen?
Jeruſalem vergeß ich dein/
So wolle GOtt/ der Grechte mein/
Vergeſſen in meim Leben/
Wenn ich nicht dein bleib eingedenck/
Mein Zung ſich oben ane heng
Und bleib am Rachen kleben.

4  Ja wenn ich nicht mit gantzem Fleiß/
Jeruſalem/ dich ehre/
Im Anfang meiner Frewden Preiß/
Von jetzt und immermehre/
Gedenck der Kinder Edom ſehr
Am Tag Jeruſalem/ o HErr/
Die in der Boßheit ſprechen:
Reiß ab/ reiß ab zu aller Stund/
Vertilg ſie gar biß auff den Grund/
Den Boden wolln wir brechen.

5  Die ſchnöde Tochter Babylon/
Zerbrochen und zerſtöret/
Wol dem/ der dir wird gebn den Lohn
Und dir das widerkehret/
Dein Ubermuth und Schalckheit groß/
Und miſt dir auch mit ſolchem Maß/
Wie du uns haſt gemeſſen/
Wol dem/ der deine Kinder klein
Erfaſſt und ſchlegt ſie an ein Stein/
Damit dein werd vergeſſen.