Weil ich groß Gunst trag zu der Kunst

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General information

A text used several times in the sixteenth century, e. g. by Senfl.

Settings by composers

German.png German text

1. Weil ich groß Gunst
trag zu der Kunst
der Singerei,
mag ich wohl frei
sie loben hoch,
wiewohl ich doch
selbst nit vernimm
die wenigst Stimm;
noch liebt mir sehr
dieselbig Lehr
zu aller Frist,
weil sie so frei und kunstreich ist.

2. Es ist am Tag
darf keiner frag
gut compositz
gebraucht viel Witz,
wird nicht umsonst
ein sinnreich Kunst
billich genannt;
wer mit der Hand,
viel Melodei
artig und frei
zusammen stimpt,
des manchen oft groß Wunder nimmt.

3. Darum ich preis
billicher weis
ein jedermann
der die Kunst kann,
dadurch das Herz,
das leidet Schmerz
leichtmütig wird,
sehr jubiliert,
sich fröhlich macht,
kein Sorg betracht
wird nicht betrübt,
wa man die Musik täglich übt.