Schwertlied (Carl Maria von Weber)

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Edition notes: Source : SAMMLUNG VON VOLKSGESÄNGEN FÜR MÄNNER-CHOR (J. HEIM - Zürich) no date... before 1918

General Information

Title: Schwertlied
Composer: Carl Maria von Weber

Number of voices: 4vv Voicing: TTBB
Genre: Secular, Partsongs
Language: German
Instruments: A capella.
Published: 1816

Description: Chor aus "Leyer und Schwert" für 4 Männerstimmen
Gedichte : Theodor Körner (1791-1813)

External websites: http://www.weber-gesamtausgabe.de/index.php?id=76

Original text and translations

Image:German.png German text

Du Schwert an meiner Linken,
Was soll dein heitres Blinken?
Schaust mich so freundlich an.
Hab meine Freude dran.
Hurra!
"Mich trägt ein wackrer Reiter,
Drum blink ich auch so heiter,
Bin freien Mannes Wehr;
Das freut dem Schwerte sehr."
Hurra!
Ja, gutes Schwert, frei bin ich
Und liebe dich herzinnig,
Als wärst du mir getraut
Als eine liebe Braut.
Hurra!
"Dir hab ich's ja ergeben,
Mein lichtes Eisenleben.
Ach, wären wir getraut!
Wann holst du deine Braut?"
Hurra!
Zur Brautnachts-Morgenröte
Ruft festlich die Trompete;
Wenn die Kanonen schrein,
Hol ich das Liebchen ein.
Hurra!
"O seliges Umfangen!
Ich harre mit Verlangen.
Du Bräutgam, hole mich,
Mein Kränzchen bleibt für dich!"
Hurra!
Was klirrst du in der Scheide,
Du helle Eisenfreude,
So wild, so schlachtenfroh?
Mein Schwert, was klirrst du so?
Hurra!
"Wohl klirr ich in der Scheide,
Ich sehne mich zum Streite,
Recht wild und schlachtenfroh.
Drum, Reiter, klirr ich so."
Hurra!
Bleib doch im engen Stübchen!
Was willst du hier, mein Liebchen?
Bleib still im Kämmerlein,
Bleib, bald hol ich dich ein.
Hurra!
"Laß mich nicht lange warten!
O schöner Liebesgarten,
Voll Röslein blutigrot
Und aufgeblühtem Tod!"
Hurra!
So komm denn aus der Scheide,
Du Reiters Augenweide!
Heraus, mein Schwert, heraus!
Führ dich ins Vaterhaus.
Hurra!
"Ach, herrlich ist's im Freien,
Im rüstgen Hochzeitreihen!
Wie glänzt im Sonnenstrahl
So bräutlich hell der Stahl!"
Hurra!
Wohlauf, ihr kecken Streiter,
Wohlauf, ihr deutschen Reiter!
Wird euch das Herz nicht warm?
Nehmt's Liebchen in den Arm!
Hurra!
Erst tat es an der Linken
Nur ganz verstohlen blinken;
Doch an die Rechte traut
Gott sichtbarlich die Braut.
Hurra!
Drum drückt den liebeheissen,
Bräutlichen Mund von Eisen
An eure Lippen fest!
Fluch! wer die Braut verläßt!
Hurra!
Nun laßt das Liebchen singen,
Dass helle Funken springen!
Der Hochzeitmorgen graut. -
Hurra! du Eisenbraut!
Hurra!

Theodor Körner ( 1791 - 1813 )

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